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Die Traumatherapie ist eine therapeutlsche Intervention, um erlebte Traumata (= PTBS = Posttraumatische Belastungsstörung) zu überwinden. Durch diese ein- oder mehrfach aufgetretenen schlimmen Ereignisse wird das Leben der Betroffenen stark eingeschränkt (z.B. extreme Reaktion auf bestimmte Reize, Vermeidungshaltung, Flashbacks u.s.w).

Beispiel: Peter wurde Opfer eines Banküberfalls. Seitdem hat er extreme Angstzustände, ist extrem schreckhaft, leidet unter wiederkehrenden Flashbacks und Albträumen.

Ablauf der Traumatherapie:   

                                                                                                 

Phase 1:

Es findet als erster und wichtigster Schritt eine psychische Stabilisierung statt. Hier erlernt Peter was er konkret in für ihn problematischen Situationen tun kann (Erste-Hilfe-Maßnahmen). Dadurch erlebt er, dass er nicht mehr ein Opfer, dass „ohn-mächtig“ (also ohne Macht) ist, sondern für sich selbst – trotz der Ereignisse – wieder selbstwirksam ist. Deshalb wächst sein Vertrauen in sich und seine Möglichkeiten und Fähigkeiten wächst ständig.

Phase 2:

Nach der Stabilisationsphase wird das Trauma an sich – also der Inhalt des Traumas – bearbeitet bzw. aufgearbeitet. Peter „trennt“ sich sukzessive von dem belastenden Material. Dadurch lässt Peter auch die Belastung (tiefe Emotionen) los, die bisher dafür gesorgt hat, keine Veränderung herbeiführen zu können. Folglich nimmt die ungeheurere Belastung bei ihm Stück für Stück ab.

Phase 3:

In der letzten Phase der Traumatherapie findet Peter weitere Möglichkeiten mit dem belastenden Material umzugehen. Hierdurch tun sich ihm völlig neue Perspektiven auf und er findet damit wieder „zurück in sein Leben“. Das Vertrauen in sich und das Leben an sich sind wiederhergestellt.

Traumatherapie per EMDR:

Das EMDR ist eine relativ junge, jedoch trotzdem auch in Deutschland wissenschaftlich anerkannte Methode der Traumatherapie. Mit ihr kann die Therapiedauer deutlich verkürzt werden. Ursprünglich wurde sie bei der Behandlung von Traumata, wie z. B. bei Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) eingesetzt.

Doch weil sich so effektiv mit EMDR arbeiten lässt, wird diese Technik mittlerweile auch erfolgreich bei anderen Störungsbildern angewendet.

EMDR (= Eye Movement Desensitization and Reprocessing) lässt sich am zutreffendsten übersetzen mit „Desensibilisierung von Information sowie deren Neuverarbeitung durch Augenbewegungen“.  Hierdurch wird eine angemessenen Verarbeitung des belastenden Materials nachgeholt.

Wie die Übersetzung vermuten lässt, beinhaltet die Behandlung für den Klienten vor allem 2 Ziele:

1) Desensibilisierung (Lösen vom belastenden Material)
2) Neuverarbeitung (endgültige „Verarbeitung“)

Daher wird es von vielen anwendenden Therapeuten als das schnellste – oder zumindest eines der effektivsten – Therapieverfahren angesehen.